Sticky Postings
Unsere aktuellen Anzeigenpreise
Continue reading "Werbung"
Ja, ich will die Zeitung oha jeden Monat mit der Post bekommen!
Continue reading "Abo"
Tuesday, February 2. 2010
Mord am HindukuschDer im SPIEGEL Nr. 3/10 (S. 18 ff) veröffentlichte Bericht über die sog. Kunduz-Affäre lässt nur den Schluss zu, dass der verantwortliche Oberst Klein unter allen Umständen töten wollte. „Soldaten sind Mörder“, hat schon Kurt Tucholsky richtig festgestellt. Welche Philosophie hinter der ursprünglichen Aussage des Verteidigungsministers zu Guttenberg steht, der Mord an Zivilisten könne militärisch „angemessen“ sein, vermag ich aufgrund meiner rotblütigen Herkunft nicht zu ergründen. Um seinen Blutdurst zu befriedigen schreckte jener Oberst Klein auch nicht vor Lügen gegenüber seinen US-Partnern zurück. Die nicht gerade für ihre Zurückhaltung bekannten US-Flieger wollten sich eigentlich mit einem abschreckenden Tiefflug über die beiden Tanklaster (und die Menschen dort) begnügen. Zitat: „Auf Nachfrage der Piloten gab der Fliegerleitoffizier an, das Ziel seien die Menschen, nicht die Fahrzeuge.“ Wenn es also nicht um die Tanklaster ging, dann ging es auch nicht darum, zu verhindern, dass diese als Waffe gegen die Bundeswehr eingesetzt werden könnten. Gegen dieses vorgeschobene Argument spricht auch die Anzahl der getöteten Menschen. Diesen ging es lediglich um das Benzin in den Lastern.
Continue reading "Zur Kunduz-Affäre in Afghanistan:"
Schongauer Stadthaushalt ist ein ArmutszeugnisEinnahmen aus der Gewerbesteuer so niedrig wie seit 40 Jahren nicht mehr!Man muss schon bis ins Jahr 1970 zurückblättern, um niedrigere Einnahmen aus der Gewerbesteuer zu finden. Im Jahr 2009 waren es nämlich nur noch 1,47 Millionen Euro, d. h. wir erreichten somit nur noch knapp 18 Prozent der Einnahmen des Vorjahrs (8,35 Millionen Euro!). Für die Alternative Liste (ALS) Anlass genug, um vor allem die großen Konzerne stärker in die Finanzierung der Stadt einzubinden. Der Antrag der ALS, den Gewerbesteuer-Hebesatz von 340 auf 380 Prozentpunkte zu erhöhen, stieß bei CSU und UWV allerdings auf schroffe Ablehnung. Fraktionssprecher Michael Eberle (CSU) sprach von einem plumpen Versuch, damit nochmal in die Presse zu kommen. Dennoch: Mit 8 gegen 12 Stimmen war die Abstimmung so knapp wie noch nie: außer den beiden Antragstellern der Alternativen Liste stimmten diesmal noch 5 Räte der SPD (Robert Bohrer, Barbara Karg, Ilona Böse, Werner Floßmann und Peter Huber) sowie Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl für die Erhöhung der Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Aus Sicht der Alternativen Liste ist der Haushaltsplan 2010 ein Armutszeugnis im wahrsten Sinne des Wortes. Nach dem Motto: Wer hat, dem wird nichts genommen; wer wenig hat, der wird zur Kasse gebeten. Professor Jarass hat in seinem Vortrag vor einigen Jahren im Schongauer Rathaus die immense Steuerentlastung der Unternehmen äußerst kritisch bewertet. Sein Fazit: „Der Staat bankrottiert sich selbst.“ Demnach wäre es nach Auffassung der ALS dringend erforderlich, zum Wohle der Stadt zu handeln, um die städtischen Finanzen nicht ins Bodenlose absinken zu lassen. Die ALS ist sich vollkommen im Klaren darüber, dass die Hebesatzerhöhung kein Allheilmittel ist, um die katastrophalen Finanzierungslücken zu schließen. Aber die Stadtratsmehrheit aus CSU/UWV ist ja nicht einmal bereit, durch Mehreinnahmen aus den Gewinnen der Unternehmen die Schieflage wenigstens teilweise zu korrigieren. Sigi Müller für die ALS-Fraktion
Aus meinem TagebuchDas was mich immer mehr betroffen macht, ist die Tatsache, wie die neoliberalen Kräfte in diesem Land mit ein paar blöden Sprüchen den Staat ausplündern können, ohne dass es die Mehrheit der Menschen merkt. Die System-Medien können unheimliche Kampagnen lostreten wie die zur Schweinegrippe-Impfung. Oder die nach Freiheit und Frieden lechzenden Herrscher über diese Welt, die Kosmokraten, können mit ihren »Massenvernichtungswaffen« einen Weltkrieg gegen den inszenierten Terror plausibilisieren und für ihren Machtgewinn Unsummen an Gelder verschwenden. Sigi Müller
Wednesday, January 6. 2010
Leben in Wut und Ohnmacht zwischen privater Bereicherung und öffentlicher ArmutWir dürfen uns nichts vormachen (lassen): Genau das erwartet uns am Anfang des neuen Jahrzehntes. Es sind die Folgen der gut 30 Jahre fortgeschriebenen Ideologie, dass es allein der Markt schon richten wird. Es wurde einerseits alles getan, den Markt von seinen »Fesseln« zu befreien und andererseits den Wahn des »all you can need« zu etablieren. Das führte zwangsläufig zur Umwertung unser aller Lebensgrundlagen, unserer Lebensverhältnisse. Die sich abzeichnenden Folgen wurden mit großen Worten wie Freisetzung, Anpassung, Umstrukturierung, Globalisierung etc. bemäntelt und als notwendige Übergangsphasen in eine rosige Zukunft für alle Marktwilligen erklärt. Das Ergebnis ist nun klar sichtbar: wir erleben den Anfang einer dreidimensionalen Krise. Das, was die Wissenschaft mit Ökonomie, Ökologie und Soziologie beschreibt, läuft völlig aus dem Ruder. – Ein übertriebenes Horrorszenario? Wohl kaum! – Wirtschaft und Banken leben von der Hand in den Mund und hängen am staatlichen Tropf (z. B. Kurzarbeit und Niedrigzins). Alles wartet auf den viel beschworenen Aufschwung – der aber für die Masse so nicht kommen kann. Das Steuersystem und die Speisung der Sozialausgaben sind nach Jahren der Flickschusterei ihren wachsenden Aufgaben nicht mehr gewachsen. – Der Versuch, mit Vernunft der Klimakatastrophe in Kopenhagen (= „wichtigste Konferenz zur Rettung des Planeten“) entgegenzusteuern, ist kläglich gescheitert. Obwohl die Folgen und das Ende des fossilen Energiezeitalters absehbar sind. Die Notwendigkeit weltweiten nachhaltigen Wirtschaftens konnte nicht vermittelt werden. – Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer weiter. Die ökonomische Basis von immer mehr Menschen ist gefährdet. Rund 40 Prozent des von uns bezahlten Warenpreises sind Finanzierungskosten. D. h. nichts anderes, als dass wir den Kapitalgebern mehr als das Doppelte der Mehrwertsteuer beim Kauf einer Ware übereignen. Ansprüche an das Leben und deren Realisierbarkeit driften gefährlich auseinander. Enttäuschte Erwartungen und Verlust einer sicheren ökonomischen Basis treffen auf Auswüchse ungehemmter Bereicherung und Wohlleben. Vornehmste Aufgabe der Politik wäre, in dieser Situation solchen Entwicklungen gegenzusteuern und eine andere Zukunft zu ermöglichen. Aber aus durchsichtigen Gründen tut sie das nicht in dem Maße, wie es not-wendig wäre. Auf der Straße ist es ja noch ruhig. Das Volk hat offensichtlich noch immer nicht begriffen, was sich da zusammenbraut. Oder will es nicht hinsehen?
Continue reading "Perspektive für das kommende Jahrzehnt:"
 Bundesrat legt Grundstein für unbelastete Lebensmittel
Mit der Aufhebung der Impfpflicht gegen die Blauzungenkrankheit bekräftigt der Bundesrat die Argumente der impfverweigernden Bäuerinnen und Bauern und der VerbraucherDie Interessengemeinschaft für gesunde Tiere (IggT) begrüßt die am 18.12.2009 im Bundesrat mehrheitlich getroffene Entscheidung der Bundesländer, die seit Mai 2008 eingeführte Impfpflicht gegen die Blauzungenkrankheit bei Rindern, Schafen und Ziegen zum 01.01.2010 aufzuheben. „Wir danken allen, die standhaft an der Blauzungen-Impffreiheit mitgewirkt haben. Sie stellt eine wesentliche Grundvoraussetzung sowohl für die Tiergesundheit als auch für unbelastete Lebensmittel dar“, äußert sich Johannes Wachinger, 1. Sprecher der IggT, zur Abstimmung. Und weiter: „Die Impfstoffhersteller konnten die Unbedenklichkeit für Tier und Mensch nicht garantieren, niemand hat die Haftung für die eingesetzten Impfstoffe übernommen und es liegen keine Untersuchungen zu den Auswirkungen bzw. Rückständen in den Lebensmitteln vor. Deshalb ist dieser Beschluss des Bundesrates der erste großartige Schritt, zukünftig tatsächlich gentechnik-, chemikalien- und nervengiftfreie Lebensmittel für uns, unsere Kinder und Enkelkinder zu gewährleisten und zu produzieren. Wir wollen damit ernährungsbedingte Krankheiten und Allergien vermeiden.“ Diesen Grundsatz verfolgt die Interessengemeinschaft für gesunde Tiere seit ihrer Gründung. Er ist oberstes Ziel ihrer Tierhalter und Verbraucher, weil es keine Impfstoffe und keine Chemikalien gibt, die die Gesundheit der Tiere erhalten und langfristig fördern. „Das Kreislaufsystem »gesunde Tiere – gesunde Lebensmittel« muss wieder in unser Bewusstsein rücken, denn »der Mensch ist, was er isst!«“, so Irmgard Englhart, erste Sprecherin der IggT und Verbraucherin. Irmgard Englhart, Richard-Wagner-Str. 10, 92237 Sulzbach-Rosenberg; Tel.: 09661/815 93 89
Energieerzeuger haben immer noch den Fuß in der TürIn den letzten Wochen wurde begonnen das Auwehr an der Ammer in Weilheim teilweise zu renaturieren. Die Ammerallianz feierte mit viel politischer Prominenz in der Stadthalle von Weilheim, dass nun die Ammer wohl bald zum einzigen unverbautem »Referenzfluss« im Voralpenland wird. Hier habe ich so meine Bedenken! Woher nehmen die Mitglieder der Ammerallianz und des Bund Naturschutz sowie die Politiker eigentlich die These, dass an der Ammer zukünftig keine Wasserkraftwerke gebaut werden? Glaubt man etwa, die Show von Frau MdL Dodell und Co. bietet hier irgendeine Sicherheit, dass die Ammer jetzt dem Zugriff der Energiemultis entzogen ist? Derzeit laufen meines Wissens 15 Anträge von 5 Antragstellern auf Wasserrechte an der Ammer. Kein einziger dieser Anträge ist bis jetzt bearbeitet. Das Wasserrechtsverfahren ist bisher nicht eröffnet! Diese Anträge sind somit »schwebend« und müssen eines Tages beschieden werden. So oder so. Zuständig ist dabei einzig und alleine das Landratsamt Weilheim-Schongau (nicht Herr Minister Söder oder sonst irgendwer). Und es interessiert dabei wohl nur sehr am Rande, ob das Wasserwirtschaftsamt derzeit ein paar Steine in der Au von Weilheim ins Wasser legt. Ich bin gespannt, wann der erste Antragsteller gegen das Landratsamt wegen »Untätigkeit« vorgehen wird. Die Peißenberger Antragsteller auf Wasserrechte wurden bisher seitens der Ammerallianz nicht unterstützt in ihrem Bestreben, die Wasserrechte in öffentlicher Hand zu behalten und einen ökologisch durchaus vertretbaren Weg der Stromerzeugung an der Ammer zu verwirklichen (Raue Rampen und VLH-Turbinen in einem Beipass). Das Vorhaben die Gewinne zur Renaturierung der Ammer heranzuziehen wurde abgelehnt, ja sogar verlacht. Ich glaube nicht, dass es außer diesem Antragsteller nochmal jemand geben wird, der den anderen, gewinnorientierten Energieerzeugern im Bestreben, Wasserrechte zu erhalten, entgegentreten wird.
Continue reading "Wasserkraft an der Ammer"
Entscheidung im Bau- und UmweltausschussKeine Spielothek im ehemaligen Männerladen(smü) Der Bau- und Umweltausschuss will mehrheitlich keine Spielothek in dem ehemaligen Männerladen unmittelbar neben dem Rathaus. Einziger Befürworter des casino-artigen Betriebs war 2. Bürgermeister Paul Huber (CSU). Er brachte zunächst die »Parallele«, dass es in diesen Räumen früher ja einen Spielzeugladen gegeben habe. Er bedauere zutiefst, dass dieser nicht mehr da sei. In diesem Zusammenhang thematisierte er auch den Strukturwandel, vor dem die Städte nicht die Augen verschließen sollten. Huber: „Wir stehen am Anfang einer neuen Entwicklung.“ Eine moralische Verpflichtung, die Bevölkerung vor der Spielsucht zu schützen, sehe er nur auf den ersten Blick. Auf den zweiten erkenne er die übliche Verhinderungspolitik und sprach von verpassten Chancen. In Schongau sei in der Vergangenheit viel schief gelaufen. So habe der Stadtrat ein Kaufhaus in der Altstadt verhindert. Eine Diskothek sei erst zugelassen worden, nachdem sich die Eltern beschwert hätten, weil die Jugendlichen so weit fahren mussten. Inzwischen sei eine Spielothek – wie in den USA – eine ganz normale Freizeitbeschäftigung, so Huber. Stadtbaumeister Ulrich Knecht sprach von einem „Qualitätsverlust“ für die Altstadt und plädierte dafür, den Bebauungsplan nicht zu ändern. Die anderen Stadträte, darunter auch die beiden Vertreter der CSU, Herr Schmidbauer und Herr Hartung, konnten dem Ansinnen, gleich neben dem Rathaus das beantragte »Entertainment Center Casino/Spielothek« zuzulassen, nichts abgewinnen. Herr Schmidbauer („Ich bin nicht der Moralist!“) bezeichnete eine solche Einrichtung an diesem Standort als „städtebaulichen Fehler“. Herr Hartung meinte, dass an dieser exponierten Stelle in Zukunft auch „betreutes Wohnen“ vorstellbar wäre. Sehr kritische Stimmen kamen aus dem Lager der SPD. Robert Bohrer bezeichnete das Plädoyer von Paul Huber als „lange Lobby-Rede“. Die Vorstellung, dass in der Spielothek auch die Aufstellung von 23 Geldspielautomaten geplant ist, sei für ihn erschreckend. „Die Spielsucht macht Existenzen und Familien kaputt“, so untermauerte der SPD-Stadtrat die Auffassung, dass die Spielsucht nicht gefördert werden dürfe, schon gar nicht im Zentrum einer Stadt. Für Bohrer und auch für seinen Kollegen Forster waren Hubers Hinweise auf das „US-amerikanische Vorbild“ in keinster Weise akzeptabel. Forster: „Du kannst doch amerikanische Verhältnisse nicht auf Schongau anwenden.“ Paul Huber, der diese Argumentation keinesfalls so stehen lassen wollte, konterte zu guter Letzt damit, er habe den Eindruck, dass seine Stadtratskollegen nicht wüssten, was eine Spielothek sei und welche gesellschaftliche Funktion sie habe. Er führte aus, dass sogar ein Spielcasino in staatlicher Hand ein gutes Image habe und fügte wörtlich hinzu: „Menschen brauchen Nervenkitzel!“ Siegfried Müller, Mitglied des Stadtrats und Zuhörer in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses (Die Alternative Liste hat in diesem Ausschuss keinen Sitz.)
Sehr geehrter 2. Bürgermeister Paul Huber, wir haben zwar nicht die Absicht, Sie hier in dieser Rubrik als Dauergast auftreten zu lassen, aber so vehement wie Sie neulich für die Änderung des Bebauungsplanes eingetreten sind, um in Schongaus Stadtmitte eine Spielothek genehmigt zu bekommen, ist einfach bemerkenswert. Ihr ausführliches Plädoyer und Ihre beiden konträren Blickrichtungen haben uns total fasziniert. Die moralischen Aspekte, die gegen eine Spielothek sprechen, haben Sie schließlich nach gründlicher Prüfung, sicherlich schweren Herzens, gleich zu Beginn Ihrer Ausführungen verworfen. Ihre Abrechnung mit der Schongauer Vergangenheit war aber durchaus amüsant. Absolut geschickt, fast wie ein Neoliberaler, haben Sie den Begriff der »Eigenverantwortung« ins Spiel gebracht. Wenn wir alles bis ins Letzte regeln und keine Zugeständnisse an einen Investor machen wollen, so Ihr Glaubensdogma, dann würden wir der Schongauer Altstadt einen Bärendienst erweisen. Wir würden ihr einen Klotz ans Bein hängen und noch mehr Leerstände in Kauf nehmen. Solche treffenden Metaphern sind wir von Ihnen gar nicht gewohnt, da haben Sie sich wirklich mächtig ins Zeug gelegt. Nachdem Sie sogar nach eigenem Bekunden mit den Schongauern jubeln würden, wenn jemand bereit wäre, eine Spielbank in der Altstadt zu eröffnen, haben wir uns aber ernsthaft Sorgen um Sie gemacht und gemerkt, welch ungeahnte Wirkung die beabsichtigte Errichtung einer Spielothek entfalten kann... Ihre dennoch aufgeschlossene OHA-Redaktion
Aus meinem Tagebuch
»Woran man sich halten kann«, ist der Titel eines Buches von Hans Küng. Da geht es um Orientierung in orientierungsarmer Zeit. Ich halte mich auch in diesem Jahr weiterhin am OHA fest. Der OHA ist ja sozusagen ein schützenswertes Biotop unter den Zeitungen in der angepassten Presselandschaft. Am OHA läuft gleichsam der Mainstream vorbei. Schön dass der OHA wenigstens einmal im Monat noch eine zarte, schwache Gegenströmung erzeugen kann zu der immer stärker werdenden neoliberalen Fließrichtung, die von immer weniger großen Konzernen gelenkt wird. Heute bestimmen die bürgerlichen Leitmedien, was gedacht und geglaubt werden soll. Ich bin aber guten Mutes, solange der »bunte Tupfer« OHA selbstständigen DenkerInnen noch ein Forum bieten kann. Sigi Müller
Friday, December 4. 2009
Lernt Politik aus Fehlern ...?Die Stimmung des Frühsommers ist gekippt, von »Finanzmärkte regulieren – Umdenken – Gegenlenken« ist kaum mehr etwas geblieben. Nachdem die letzten Zweifler unterzeichnet haben, tritt der Lissabon-Vertrag in Kraft und damit die Artikel, die den rigorosen Finanzkapitalismus für die 27 EU-Staaten endgültig vor- und festschreiben. Und bei uns in Deutschland haben die Neoliberalen nicht nur den Fuß in der Tür, sondern der Schwanz beginnt mit dem Hund zu wedeln. Als Bürger, der brav gewählt hat, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus: Die neoliberalen Mainstream-Journalisten vernebeln weiter die Massen mit ihren Millionen-Auflagen, die alten »Fachberater« der Regierung (die am Debakel nicht unbeteiligt waren) sitzen überall wieder in der breit gestreuten Lobby fest im Sattel und selbst der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften u. a. 20091 konnte kein Innehalten und Nachdenklich-Werden bewirken.
Continue reading "Finanzen und Wachstum"
Unglaublich, was im Schongauer Stadtrat alles passiert – die Manipulation des Monats!Die Einführung der Sicherheitswacht wird durch einen von der CSU benannten »Experten« vom Zuhörerraum aus propagiert
Da lässt Stadtrat Schmidbauer (CSU) einen Herrn Siemens von der Straubinger Sicherheitswacht auftreten, um das Anliegen der CSU, auch in Schongau eine Sicherheitswacht einzurichten, zu propagieren. Normalerweise ist es nicht üblich, dass ein Zuhörer in einer Stadtratssitzung für irgendeinen Punkt Propaganda machen darf, ohne dass der Stadtrat sich damit mehrheitlich einverstanden erklärt. Aber Herr Schmidbauer hat offenbar Narrenfreiheit und erlaubt sich Dinge, die sich bisher kein anderer herausgenommen hat. Nach kurzem Zögern lässt Bürgermeister Gerbl zu, dass an den Straubinger Sicherheitsmann, der jetzt in Hohenpeißenberg wohnt, Fragen gerichtet werden können. Aus der Beantwortung einiger Fragen entwickelt sich dann aber ein längeres Plädoyer für die Sicherheitswacht. So wird in diesem Provinztheater dem Herrn Siemens ermöglicht, die Sicherheitswacht vor der Abstimmung zu propagieren, genauer gesagt, er darf die Stadträte für die Sicherheitswacht positiv einstimmen. Wer da eine neutrale, ausgewogene Information erwartet hat, ist selber schuld, denn wer könnte ernsthaft erwarten, dass ein Mann der Sicherheitswacht für die Nichteinführung derselben irgendwelche Argumente vorbringt. Und so kam es dann auch, wie es kommen musste. Die Zweifler ließen sich durch die Aussagen des Sicherheitsmannes überzeugen und die CSU konnte sich mit ein paar Stimmen aus dem SPD- und UWV-Lager die hauchdünne Mehrheit von 12 zu 10 für die Einrichtung einer Sicherheitswacht sichern. Ein Superbeispiel, wie man Meinungsmache organisieren und betreiben kann!Sigi Müller, Fraktionsvorsitzender der Alternativen Liste Schongau
CSU verlangt mehr Kontrolle vor dem Schongauer Asylheim(smü) Im Vorfeld der Diskussion um die Einführung einer Sicherheitswacht in Schongau hat sich die CSU bereits vor dem Stadtratsbeschluss in ihrem Schaukasten geäußert, wo in Schongau mit „Klein-Chicago“ zu rechnen ist. „Jetzt reicht‘s“, heißt es auf dem Plakat im Schaukasten und es wird behauptet, dass die Initiativen der CSU bereits zweimal vom Stadtrat abgelehnt worden seien. Was heißt hier „Initiativen“? Auch der CSU dürfte mittlerweile bekannt sein, dass im Stadtrat Beschlüsse aufgrund von Anträgen gefasst werden. Nachdem aber bisher kein offizieller Antrag der CSU zur Einführung einer Sicherheitswacht vorgelegt worden ist, kann es folglich auch keine ablehnenden Beschlüsse im Stadtrat gegeben haben. Erst in der Sitzung vom 17. November ergreift die Verwaltung die Initiative, unter Punkt 2 der Tagesordnung über die Einführung einer Sicherheitswacht zu diskutieren und einen Grundsatzbeschluss darüber zu fassen. Wo die Sicherheitswacht hauptsächlich tätig werden soll, dazu liefert die CSU in ihrem Schaukasten ganz konkrete Vorgaben: in größeren Wohnsiedlungen; in öffentlichen Parks und Anlagen; in der Umgebung von Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel; im Umfeld von Gebäuden und Einrichtungen, bei denen es immer wieder zu mutwilligen Zerstörungen oder zu Schmierereien kommt – und zu guter Letzt: im Umfeld vom Asylbewerber-Unterkünften. Mit diesem letzten Punkt gelingt es der CSU sogar, Angehörige von so genannten »Randgruppen« unter Generalverdacht zu stellen – ein zweifelhafter Beitrag zur vielfach geforderten Integration!
Anke Kern aus Kempten befasst sich in diesem Artikel mit der Frage, wie Öko-Unternehmen die Umweltverschmutzung durch elektromagnetische Felder ausblenden.Zitat: „Ich habe keinen Zweifel, dass die Verbreitung der elektromagnetischen Felder das größte Element in der heutigen Umweltverschmutzung dieser Erde ist.“Dr. Robert Becker, Chirurg und wissenschaftlicher Pionier im Bereich der biologischen Elektrizität und Rehabilitation. Er war zweifach für den Nobelpreis nominiert. Autor von »The Body Electric« (William Morrow & Co, 1987) und »Cross Currents« (Tarcher/Putnam, 1990).Zitat aus einem Interview mit Linda Moulton Howe, http://en.wikipedia.org/wiki/Linda Moulton Howe, Mai 2000.Profit ohne Schamgrenze?Es scheint in vielen Bereichen so zu sein. Auch da, wo man bzw. ich es nicht erwarte. Profit scheint immer mehr zur einzigen Richtschnur des marktwirtschaftlichen Handelns zu werden. Vor einiger Zeit schlug ich den aktuellen Waschbär-Katalog für den Herbst/Winter 2009/2010 auf. Auf der Seite des Inhaltsverzeichnisses fand ich die folgende Überschrift: „Ab S. 282 Kommunikation. Kommunikationstechnologie – umweltfreundlich, strahlungsarm & leicht zu bedienen“. Ich schlug die Seiten auf und dachte, das gibt es doch nicht! Nun verkauft Waschbär auch noch dauerstrahlende DECT-Telefone und Handys. Vor einigen Jahren freute ich mich, dass der Waschbär-Versand DECT-Protect-Boxen zum Schutz vor der gefährlichen Mikrowellenstrahlung der DECT-Dauer-Strahler angeboten hat und auch einiges zu der gesundheitsgefährdenden Mikrowellenstrahlung dazuschrieb. In den letzten Jahren wurden dann auch Abschirmtäschchen für Handys sowie schnurlose Telefone verkauft, von denen immer mehr Modelle dazugekommen sind. Nun gibt es Modelle von verschiedenen Anbietern, auch Dauerstrahler.
Continue reading "Ethisches und ökologisches Handeln – Fehlanzeige!"
Aus meinem Tagebuch
Wer heute noch glaubt, er könne sich durch die System-Medien unabhängig informieren, dem ist einfach nicht mehr zu helfen. Nach dem mit Ekel verbundenem Genuss von bizarren Schweinegrippe-Schlagzeilen wünsche ich mir jetzt – so wie der Igel – einen passenden Ort, um den Winter zu überstehen. Andere zieht es jetzt in ihre Kleingärten hinaus, um dort der Natur wenigstens im Kleinen ihren Willen noch aufzuzwingen. Sie machen ihren Garten sauber und hauen dabei mit dem Rechen die Blätter von Bäumen, damit sie das Laub in einem Aufwasch wegräumen können. Weils mit dem Winterschlaf nicht so recht klappen will, gehe ich draußen ab und zu gerne querfeldein. Da kommen mir wenigstens keine Autos entgegen, in denen nur eine Hand des Fahrers das Lenkrad hält, weil die andere mit der Zigarette oder dem Handy beschäftigt ist. Sigi Müller
|